Plattenkritik
Harrisons - no fighting in the war room
Indie-Rock Prophetisch klingen Textzeilen wie „You have got the power, you are the man of the hour" auf dem Debütalbum „No Fighting in the War Room" der Harrisons.
Als hätten die vier Jungs aus der als Talentschmiede bekannten Stadt Sheffield beim Schreiben
des Songs „Man of the Hour" bereits gewusst, dass sie einmal die „Männer der Stunde", die Band
der Indierockszene sein werden. Der Sound der Harrisons hat bereits im Opener „Dear Constable"
unüberhörbar den Drive, der sie direkt in die etwas übervolle Schublade „Postpunk" befördert,
genauso wie das gewisse Etwas, das sie aus der Masse hervorhebt. Da ist zum einen der akzentuierte,
klare, kraftvolle Gesang von Adam Taylor und zum anderen das überaus gelungene Songwriting, das sie
melodiös aber nicht zu gefällig, postpunkig aber nicht düster aufspielen lässt. So geben sich
Dance-Punk- (absoluter Anspieltipp: „Monday's Arms") sowie Punk 'n' Roll-Songs mit britpoppigen
Klanggebilden und auch einmal ein ruhiges Singer-Songwriter-Stück die Klinke in die Hand.